Rock the Stage – Ihr erfolgreicher Auftritt
Rock the Stage – Ihr erfolgreicher Auftritt
Hamburg (em/fg) Ihr nächster Auftritt steht bevor. Sie sollen vor Publikum eine Präsentation halten. Dabei ist die Größe des Publikums nicht einmal entscheidend. Zumindest zunächst nicht, denn in Ihnen sind zwei Stimmen in großem Widerspruch –eine sagt: „Zeig Dich“, eine andere aber zweifelt: „Bist Du sicher genug?“

Oft haben Sie gar keine andere Wahl. Ihre Position, Ihre Situation, vielleicht auch Ihr Chef fordern, dass Sie diese Präsentation, diesen Vortrag halten, oder dieses (Kunden-) Gespräch führen müssen. Die folgenden fünf Punkte sind die in meinen Augen wichtigsten, um eine Präsentation erfolgreich durchzuführen.

1.) Bleiben Sie sie selbst
Natürlich gibt es oft Vorgaben oder einen Rahmen, in welchem Sie sich bewegen müssen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie dabei Sie selbst bleiben. Ein brummiger Bär kann auch nicht plötzlich ein schöner Schwan sein. Wenn Sie nervös sind, seien Sie mutig und thematisieren dies. Sie sind die wichtigste Person und das wichtigste Medium in Ihrem Vortrag.

2.) Kennen Sie Ihre Inhalte
Wichtig ist, dass Sie sich gut vorbereiten. Das ist die halbe Miete. Vielleicht ertappen Sie sich auch dabei, dass Sie sich immer wieder sagen: „Ach das wird schon, ich hab die Texte ja selber geschrieben“. Aber das reicht leider nicht. Auch ich als Profi muss mich vorbereiten und üben, üben, üben. Denn: Wenn Sie nervös sind, unvorhergesehene Fragen kommen, die Zuhörer nicht die Reaktionen zeigen, die Sie sich erhoffen, bleiben Sie am authentischsten, wenn Sie mit Ihren Inhalten vertraut sind. Falls Sie nervös sind, können Sie sicher sein, dass Ihr Kopf die Inhalte kennt.

3.) Keep it simple
Sie haben 15 min Zeit für Ihren Vortrag und Ihre Powerpoint-Präsentation umfasst jetzt schon 150 Slides? Rechnen Sie einmal aus. Dies bedeutet 10 Slides pro Minute, das heißt alle 6 Sekunden eine neue Seite. Daneben sollen die Zuschauer und Zuhörer die Inhalte verstehen und Ihnen auch noch folgen. Reduzieren Sie Ihre Präsentation auf maximal 10 Slides. Sie haben auf den Slides nur Bilder? Super! Aber seien Sie mal ehrlich zu sich. Auf wie vielen Powerpoint-Folien stehen mehr als 3 Sätze. Bedenken Sie: Sie möchten, dass die Zuhörer zuhören und zuschauen und zwar Ihnen. Sie möchten nicht, dass die Zuschauer zu sehr mit dem Lesen Ihrer Präsentation beschäftigt sind. Überlegen Sie selbst: Wenn Sie etwas lesen, wie viel hören Sie dann noch von dem, was um Sie herum erzählt wird? Lockern Sie Ihre Präsentation lieber durch einfache Sätze, gegebenenfalls mal einen passenden Comic oder ein geeignetes Bild auf. Aber: Keep it simple. Ein Nebeneffekt ist übrigens, dass Sie nicht ständig daran denken müssen, in der Powerpointpräsentation weiterzuklicken.

4.) Raum- und Technikcheck
Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein tolles Hotel. Sie kommen an die Rezeption und treffen auf einen Rezeptionisten, der sich mit der Technik nicht auskennt und deshalb Ihre Buchung einfach nicht findet. Nach Vorzeigen Ihrer Bestätigung, findet er sie plötzlich doch. Schließlich soll er Sie durch das Hotel führen. Leider kann er Ihnen den Spa-Bereich, nicht zeigen, denn seine Zugangskarte funktioniert nicht. Er hat vergessen, sie zu aktivieren. Schließlich zeigt er Ihnen ihr Zimmer, welches aber noch nicht fertig ist. Sie müssen in der Lobby warten... eine sehr unangenehme Situation. Sie fragen sich vielleicht, was dies mit Ihrer Präsentation zu tun hat? In meinen Augen sehr viel. Denn der Check der Räumlichkeiten und der technischen Voraussetzungen erspart Ihnen Unannehmlichkeiten und peinliche Situationen. Überprüfen Sie vorher, ob alles funktioniert: Beamer, Laptop, Mikrofon, Licht. Und: Setzen Sie sich einmal auf einen Platz im Publikum, bevor dieses im Raum ist. Denn dieser Perspektivwechsel ist oft sehr hilfreich – nehmen Sie wahr, wie der Zuschauer Sie sieht.

5.) Erzählen Sie Geschichten
Es geht nicht darum, dass Sie Märchen erzählen. Es geht darum, dass Sie mit Worten visualisieren. Natürlich ist das oft nicht einfach, wenn Ihr Vortrag „harte Fakten“ beinhaltet. Dennoch hilft es dem Zuschauer und Zuhörer oft, sich in Situationen hineinzuversetzen. Erzählen Sie von Erfahrungen, die Sie gemacht haben. Nutzen Sie „Sales-Stories“. Es gibt Experten, die es schaffen, sich Stories auszudenken, die dann als wahre Geschichten beim Zuhörer ankommen. Ich bin, wie unter Punkt 1 beschrieben, ein Freund von Authentizität. Und manchmal macht es in der Vorbereitung sogar Spaß, sich daran zu erinnern, was Sie mit einigen Fakten verbinden. Denken Sie an die Werbung - die schafft es mit Bildern und Worten, in Erinnerung zu bleiben. Wenn Sie aber die bereits genannten Aspekte umsetzen, werden Sie bei der nächsten Gelegenheit auf jeden Fall bei Ihren Zuschauern und Zuhörern punkten. Und denken Sie daran: Perfekt muss nicht sein. Echt ist schöner.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.sonja-gruendemann.de

Podcast-Tipp

Business & Cake
Sonja Gründemann und Vanessa Jobst-Jürgens besprechen bei einem leckeren Stück Kuchen und in gemütlicher Atmosphäre Themen wie New Work und den Führungsauftritt. Was bedeutet eigentlich New Work? Wie verhalte ich mich als Führungskraft und finde meine Rolle in den Change-Prozessen, die mit der neuen Führungsthematik einher gehen? Diese Themen werden seriös, aber auch mal mit einem Augenzwinkern betrachtet und hinterfragt.

Foto: Sonja Gründemann, Expertin für Ihren erfolgreichen Auftritt, unterstützt Menschen auf dem Weg auf ihre Bühne. Sie ist Keynote Speakerin auf der B2B NORD am 22. Oktober in Hamburg-Schnelsen (Impulsforum: 14.20 bis 14.50 Uhr).

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