Weniger Warten dank waitless
Weniger Warten dank waitless
Wedel (em/kv) Die Unterstützung von Gründern wird an der Fachhochschule Wedel sehr großgeschrieben. Bestes Beispiel ist das Startup waitless. Arne Reuter ist Alumnus der Fachhochschule und hatte gemeinsam mit Lina Ries und Jonas Richter die Idee zu waitless, einer smarten und cloudbasierten Warteliste für die Gastronomie, die spontanen Restaurantbesuchern hilft, schnell einen Tisch zu bekommen.

Nur vier Monate dauert es vom Gespräch mit den Gründungsberatern, Prof. Jan-Paul Lüdtke und Prof. Florian Schatz bis zur Zusage für das Gründungsstipendium. Arne Reuter ist Absolvent des Bachelor-Studiengangs E-Commerce. Sieben Semester lang lernte er (nicht nur) die grundlegenden Theorien und Konzepte des Onlinehandels kennen. Er wandte sein frisch erworbenes Wissen auch unmittelbar in der Praxis bei seinem dualen Partner Otto Group an. Über das persönliche Netzwerk von Prof. Florian Schatz ergab sich der Kontakt zu Lina Ries, die parallel an einer ganz ähnlichen Idee arbeitete. Im Austausch verfestigte sich dann die Idee von Lina Ries, an einer cloudbasierten Warteliste zu arbeiten. Der Grundstein für waitless war gelegt.

Lina Ries stammt aus der Gastronomie und hat nicht zuletzt über ihr Mitwirken im elterlichen Betrieb Die Weinstube im Krusehof in Flensburg eine große Expertise und ein breites Netzwerk in der Branche. Den Dritten mit Know-how in der IT-Entwicklung fanden sie in Jonas Richter, der an der Universität Rostock Wirtschaftsingenieurwesen studierte. „Wir drei waren sehr schnell auf einer Wellenlänge und hatten alle dasselbe Ziel“, erzählt Arne Reuter. Also machten sie sich daran, ihre Gründungsidee zu schärfen und einen Weg zur Finanzierung ihrer Gründung zu finden.

Prof. Jan-Paul Lüdtke und Prof. Florian Schatz waren hier die richtigen Ansprechpartner, denn sie helfen Studierenden der Hochschule auch dabei, Anträge für Förderprogramme zu stellen. In diesem Fall für das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein. In der dreiphasigen Bewerbung in der zunächst in einem Onepager kurz und knapp die Idee, das Vorhaben und das Team vorgestellt wird, folgte die Einladung zur WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH in Kiel und der anschließenden umfassenden Antragsabgabe mit vollständigen Bewerbungsunterlagen, so wie die WTSH sie definiert.

Die Zeit und die Mühe, die das Dreierteam in die Bewerbung gesteckt hat, haben sich gelohnt. Denn seit Juni steht fest: waitless erhält über das Gründungsstipendium Schleswig- Holstein für einen Zeitraum von neun Monaten ein Startkapital von rund 50.000 Euro. „Ein toller Erfolg“, freut sich Prof. Florian Schatz, der durch positive Beispiele auch Rückenwind für das eigene Engagement erfährt. „Gründen heißt nicht, eine tolle Idee und Glück zu haben“, sagt er, „es bedeutet vielmehr, mit dem richtigen Team die richtigen Entscheidungen zu erarbeiten und strukturiert ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

Nun steht mit der finanziellen Sicherheit die Weiterentwicklung des Produkts und ein Test im Markt an. „Wir haben bereits einige Pilotpartner akquiriert, die waitless im Livebetrieb einsetzen werden“, erklärt Arne. „waitless für in Zukunft für uns zum Vollzeitjob. Der Webauftritt muss sitzen und der Vertrieb aufgebaut werden.“ Für das Frühjahr 2020 ist dann der Markteintritt der cloudbasierten, smarten Warteliste waitless geplant, die Restaurantbesuchern vor allem Transparenz durch Einblick in die Live-Wartezeit geben soll. Bereits vor Ankunft im Wunschrestaurant sollen sich Gäste dort eintragen können. Insgesamt soll dies dem Gast mehr Komfort und dem Gastronomen eine höhere Auslastung bringen.

Foto: ©waitless

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