Personen-Profile: XING vs LinkedIn
Personen-Profile: XING vs LinkedIn
Hamburg (em/sh) Joachim Rumohr, bekannt als XING Experte Nummer 1, hat eine Challenge zwischen XING und LinkedIn gestartet. Darin vergleicht er die beiden Plattformen bezogen auf die Nutzung zur Kundengewinnung im B2B. In einer Artikelserie gibt er uns einen Einblick in seine wichtigsten Vergleiche. In dieser Ausgabe befasst er sich mit den Personen- Profilen der beiden Netzwerke.

Auf den ersten Blick sind die Profile in XING und LinkedIn so gut wie identisch. In beiden finden wir das Profilbild, die Möglichkeit ein Titelbild einzufügen, sowie selbstverständlich die Angaben zur Position und dem Unternehmensnamen. Doch direkt unter diesen Angaben fangen die Unterschiede sehr konkret an. Oft sieht man dies jedoch auf den Profilen der Mitglieder nicht, weil die Möglichkeiten aus meiner Beobachtung größtenteils gar nicht wirklich genutzt werden.

Da es bereits eine Vielzahl an Informationen zur Profilgestaltung gibt, beschränke ich mich hier auf die reinen Unterschiede beider Plattformen. So führte XING mit der Profilüberarbeitung Anfang 2018 die Möglichkeit ein, bis zu fünf Positionen auf der Visitenkarte zu veröffentlichen. Ferner bietet das so genannte Portfolio eine frei zu gestaltende Fläche im Profil, auf der Bilder, Texte, PDF-Dateien und Videos abgelegt werden können. Gerade für Selbstständige und Mitarbeiter die als Markenbotschafter auftreten wollen, bestehen hier gute Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Leider wird jedoch dieser Bereich in der mobilen App von XING bis heute nicht angezeigt. In der aktuellen Unternavigation im XING-Profil können dann noch Informationen zu den bestätigten Kontakten (sofern freigegeben), zu Gruppen-Mitgliedschaften und Eventteilnahmen angezeigt werden. Darüber hinaus bietet der Reiter Aktivitäten eine Sicht in die bisher geteilten Statusmeldungen. Derzeit startet XING gerade eine weitere Überarbeitung des Profils. Diese sieht einen modularen Aufbau vor, bei der man selbst die Inhalte und Ihre Reihenfolge in der Anzeige steuern kann.

Kommen wir nun zu den Vorteilen von LinkedIn. Die für mich mit am spannendste Funktion wird tatsächlich von den wenigsten Nutzern angewendet. Es handelt sich um den so genannten Profil-Slogan. Einmal eingesetzt, wird der Inhalt stets an vielen Stellen auf der Plattform unter dem eigenen Namen angezeigt. Ohne Profil-Slogan, erscheint an dieser Stelle die Position und der Firmenname. Setzen Sie in dieses Feld also eine klare Aussage zu Ihrem Angebot. Beschreiben Sie in einem Satz was Sie anbieten. Formulieren Sie es dabei so, dass es bestenfalls neugierig macht.

Für die Markenbotschaft stellt LinkedIn die so genannte Zusammenfassung bereit. Von dieser werden jedoch nur die ersten vier Zeilen angezeigt. Es gilt also sofort auf den Punkt zu kommen. Dateien, Links und Videos können hier ebenfalls hinzugefügt werden. Die im LinkedIn-Profil hinterlegten Stichworte zur eigenen Tätigkeit können von anderen Mitgliedern bestätigt werden. Dies kann als eine Art Referenz gesehen werden. Für komplette Kundenstimmen eignet sich jedoch wesentlich besser die Empfehlungsfunktion. Mit dieser können von anderen Mitgliedern Empfehlungen angefragt werden. Alle erhaltenen und erteilten Empfehlungen werden unten im Profil für alle sichtbar angezeigt. Zur Steigerung der eigenen Reputation eignet sich auf LinkedIn dann noch ganz hervorragend die Möglichkeit zur Speicherung von eigenen Artikeln. XING öffnet diese Funktionen derzeit nur für so genannte Insider. Das sind ausgesuchte Branchenexperten, die von XING mit dieser Funktion zusätzliche Reichweite erhalten. Die immer wieder viel zitierte internationalere Ausrichtung von LinkedIn unterstreicht das Netzwerk mit der Möglichkeit das eigene Profil in mehreren Sprachen anlegen zu können. Diese Möglichkeit wird aus meiner Beobachtung jedoch gerade von deutschen Nutzern nicht wirklich eingesetzt. Immer wieder sehe ich Profile mit englischen Texten. Dabei würde sich normalerweise bei mehreren Profilen die Ansicht automatisch an die von mir eingestellte Sprache anpassen.

Fazit: Auf beiden Netzwerken gibt es jeweils Funktionen, die man sich auf der anderen Seite ebenso wünscht. Wichtig ist und bleibt, dass sie Ihrem Besucher schon im Kopfbereich deutlich aufzeigen, ob er bei Ihnen richtig ist. Er möchte sofort erkennen, was genau Sie anbieten. Nutzen Sie zusätzlich alle Funktionen, um deutlich zu machen, dass Sie Erfahrung haben und man ihnen vertrauen kann.

Joachim Rumohr
Hauptstrasse 13 | 23879 Mölln
buero-moelln@rumohr.de
www.rumohr.de

Foto: www.beatricehermann.de

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