Mercedes-Benz Werk setzt weiter auf Elektromobilität
Mercedes-Benz Werk setzt weiter auf Elektromobilität
Hamburg (em/kv) Das Mercedes-Benz Werk Hamburg stärkt sich weiter für die Zukunft: Am Hightech-Standort für Antriebskomponenten der Elektromobilität werden nun erste Maßnahmen aus dem Zukunftsbild 2016 umgesetzt. Neben der traditionellen Produktion von Achsen und Achskomponenten, Leichtbaustrukturteilen und Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie erhält das Werk eine fünfte Produktsäule: Künftig werden dort Antriebsmodule, elektrische Hinterachsen und Leichtbauteile für das erste Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ sowie Integrierte Starter-Generatoren (iSGs) gefertigt.

Über das neue Produktportfolio und die Zukunftsaussichten des Werks informierte sich Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Stadt Hamburg, der von Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und René Reif, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werke Berlin und Hamburg, bei seinem Antrittsbesuch durch das Werk geführt wurde. „Mercedes-Benz Cars modernisiert seine weltweiten Powertrain-Werke und stärkt mit zukunftsfähigen Produkten ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Mit den Zukunftsbildern haben wir die Werke auf ein tragfähiges Fundament gestellt und sie haben die Chance von den neuen Technologien der Elektromobilität zu profitieren“, sagte Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars.

Anfang der nächsten Dekade wird im Werk Hamburg außerdem erstmals ein integrierter Starter-Generator (iSG) montiert: Der iSG vereint Starter und Generator in einem leistungsfähigen Elektromotor zwischen Motor und Getriebe und kommt auch beim Kaltstart zum Einsatz. Er ersetzt sowohl die bisherige Lichtmaschine als auch den Anlasser. Der integrierte Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor, etwa beim Beschleunigen, und speist mittels hocheffizienter Rekuperation die Batterie mit Energie. Insbesondere in Kombination mit einer 48-Volt-Batterie rentieren sich die nötigen Anpassungen der Antriebsarchitektur langfristig durch höhere Kraftstoffersparnisse. Dies ist Teil der Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars. Bis 2022 wird das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten im Markt – vom Kompaktwagen bis zum großen SUV. „In jedem Mercedes Benz-Fahrzeug steckt mindestens ein Bauteil, das in Hamburg gefertigt wurde. Am Standort Hamburg werden unter anderem innovative (Elektro-)Antriebskomponenten und Leichtbauteile entwickelt und hergestellt. Seit mehr als 80 Jahren ist das Mercedes- Werk ein wichtiger Bestandteil unseres Industriestandorts“, sagte Dr. Peter Tschentscher.

In die Komponentenwerke Berlin und Hamburg investiert Mercedes-Benz Cars im Rahmen der Zukunftsbilder, die das Unternehmen 2015 und 2016 gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossen hat, jeweils rund 500 Millionen Euro und stärkt damit nachhaltig ihre Position bei Zukunftsthemen wie Elektromobilität und Leichtbau. Mercedes-Benz Cars treibt auch die Nachhaltigkeit in seinen Werken voran. Ab 2022 produzieren auch die Werke in Hamburg und Berlin CO2-neutral. Sie verzichten damit komplett auf Kohlestrom und beziehen elektrische Energie nur noch aus regenerativen Quellen.

Foto: Mercedes-Benz Werk Hamburg setzt den Kurs in Richtung Elektromobilität fort (von links): Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes- Benz Cars, Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und René Reif, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werke Berlin und Hamburg. Links ist der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Angaben vorläufig) und rechts das elektrische Antriebsmodul zu sehen. Im Jahr 2018 startete die Fertigung einer elektrischen Hinterachse sowie eines elektrisches Antriebsmoduls am Standort Hamburg für den EQC, der im Mercedes-Benz Werk Bremen im Frühjahr 2019 vom Band laufen wird. ©Daimler AG

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